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Gartenhütte von Otto Hörner

Ettlingen

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Nahe dem Friedhof am Ettlinger Stadtrand besitzt der Kioskinhaber Otto Hörner eine Gartenhütte. Dort versteckt er von 1942 bis 1945 mehrere Menschen, die rassistisch verfolgt sind. Zuerst findet das Ehepaar Loebel mit seinen Töchtern Ellen und Hannelore in der Hütte Schutz. 1944 kommen die Brüder Paul und Jakob Schauder hinzu. Sie sind aus einem jüdischen Kinderheim in Berlin geflüchtet. Hörner versorgt die sechs Menschen mit Lebensmitteln. Seine Schwägerin Luci Krause und ihr Mann Max helfen ihm dabei. Besonders während der Wintermonate ist das Leben in der unbeheizten Hütte hart, denn Rauch würde das Versteck verraten. Doch es bleibt unentdeckt und die Verfolgten überleben. Otto Hörner stirbt kurz vor Kriegsende. Eine Tafel an der Ettlinger Friedhofsmauer erinnert an ihn. 2001 wird zudem ein Weg nach Hörner benannt. (al)

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