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Wohnhaus von Constantin von Dietze

Freiburg i. Br.

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In der Freiburger Maria-Theresia-Straße 13 wohnt seit 1937 der Wirtschaftsprofessor Constantin von Dietze. Unter dem Eindruck der Pogromnacht gründet von Dietze Ende 1938 zusammen mit anderen Universitätskollegen wie dem Historiker Gerhard Ritter sowie einigen Theologen einen oppositionellen Gesprächskreis. Monatlich trifft sich die Gruppe seither bei ihm zuhause, um die politische Lage zu diskutieren und eine Nachkriegsordnung für Deutschland auf der Basis christlicher Werte zu entwerfen. Von Anfang an pflegt die Gruppe engen Kontakt zur Bekennenden Kirche sowie zum Widerstandskreis um Dietrich Bonhoeffer und Carl Goerdeler. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler kommt die Gestapo dem Freiburger Kreis auf die Spur. Von Dietze und andere Mitglieder der Gruppe werden im September 1944 verhaftet, ins Gestapo-Gefängnis nach Berlin gebracht und angeklagt. Das Kriegsende bewahrt sie vor dem drohenden Todesurteil. (sd)

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