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In unserer Zeitleiste findest du eine Auswahl von Ereignissen, die die Entwicklungen im Land Baden und im Deutschen Reich während der Weimarer Republik und unter der NS-Diktatur beispielhaft beleuchten. Wenn du meinst, dass wir etwas Wichtiges vergessen haben, lass es uns wissen!

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1918

9. November 1918

Handwerker auf Regierungssessel!

Die Demokratisierung Badens

In Baden vollzieht sich der Weg aus der Monarchie in eine parlamentarische Demokratie vergleichsweise schnell und geräuschlos.


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1919

5. Januar 1919

Baden vornedran

Die erste demokratische Wahl in Deutschland

Ausgerechnet im kleinen Land Baden findet der allererste Urnengang nach der Ausrufung der Republik statt.


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19. Januar 1919

Baden nochmals vornedran

Die ersten deutschen Parlamentarierinnen

Nach der Einführung des Frauenwahlrechts ist der Badische Landtag das allererste deutsche Parlament, in dem Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts zu Wort kommen.


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28. Juni 1919

Hermann Müllers schwerster Gang

Der Versailler Vertrag als Bürde der Republik

Mit der Unterzeichnung des 'Diktatfriedens' macht sich der aus Baden stammende Reichsaußenminister zur Zielscheibe ultrarechter Kreise.


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21. August 1919

Aufreger für Republikverächter

Der Reichspräsident in Badehose

Ein Foto, das Reichspräsident Friedrich Ebert beim Bad in der Ostsee zeigt, bietet Konservativen und Rechtsextremisten Anlass zu bösartigster Hetze.


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1920

17. März 1920

Gewerkschafter als Landesretter

Das Ende des Kapp-Lüttwitz-Putschs

Mit einem mehrtägigen Streik beenden Millionen von Gewerkschafts­mit­gliedern den Versuch, in Deutschland eine Diktatur zu errichten.


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1922

24. Juni 1922

„… dieser Feind steht rechts!“

Der Rathenau-Mord und seine Folgen

Das von rechts­extremistischen Terroristen verübte Attentat auf den deutschen Außen­minister lässt die Demokraten im Reich vorerst zusammen­rücken.


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1923

1. Februar 1923

Hitler in die Heilanstalt!

Landesinnenminister Remmele warnt vor den Nazis

Konsequenter als die meisten seiner Amtskollegen in anderen deutschen Ländern verurteilt und verfolgt der SPD-Politiker rechtsextremistische Umtriebe.


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9. November 1923

Hitler imitiert Mussolini

Der 'Bürgerbräu-Putsch' in München

Ein von Adolf Hitler und Konsorten angezettelter Umsturzversuch scheitert zwar rasch, doch er verhilft seinen Initiatoren zu reichsweiter Bekanntschaft.


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1924

22. Februar 1924

Schutz für die gefährdete Republik

Die Gründung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold

Die neue Republik­schutz­organisation soll die Wehrhaftigkeit der deutschen Demokratie unter Beweis stellen.


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1. April 1924

Richter als Nazi-Unterstützer

Der Ausgang des Hitler-Ludendorff-Prozesses

Für ihren Putschversuch vom Herbst 1923 erhalten Hitler und Konsorten einige Monate später lächerliche Haftstrafen.


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23. Dezember 1924

Der Präsident als Landesverräter?

Der Ausgang des Magdeburger Prozesses

Nachdem Friedrich Ebert einen üblen Hetzer und Verleumder verklagt hat, stempelt das zuständige Landgericht ihn, das Staatsoberhaupt, zum Landesverräter ab.


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1925

16. Januar 1925

Antisemiten als Minister

Ein 'Bürgerblock' mit Extremisten

Um ihre eigene Position zu stärken, schmieden die kleinen 'bürgerlichen' Parteien ein Bündnis mit der republikfeindlichen DNVP.


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14. Februar 1925

Freie Bahn für Ultrarechte

Die Aufhebung des NSDAP-Verbots

Nur ein gutes Jahr nachdem die Nationalsozialisten die Republik mit Gewalt stürzen wollten, werden ihre Partei und ihre Tageszeitung wieder zugelassen.


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28. Februar 1925

Der Präsident wird in den Tod gejagt

Eberts Ende und die Folgen

Der unerwartete und vermeidbare Tod des deutschen Staatsoberhaupts macht eine Neuwahl erforderlich – und schwächt damit die Republik indirekt in höchstem Maße.


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29. März 1925

Eine Niederlage für die Demokratie

Die Wahl des neuen Reichspräsidenten

Dass die demokratischen Parteien sich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für das oberste Amt im Staat einigen können, hat fatale Folgen.


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25. April 1925

Reichsbanner gegen Nazi-Schläger

Ein tödlicher Straßenkampf in Durlach

Ein Versuch, sich dem Treiben der Nazis entgegenzustellen, endet für einen Jugendlichen tödlich und stürzt zwei Familien ins Elend.


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26. April 1925

Ein Antidemokrat an der Spitze

Die Stichwahl für das Amt des Reichspräsidenten

Eine Mehrheit der deutschen Wählerinnen und Wähler hievt Paul von Hindenburg, einen Kriegsverbrecher und Republikgegner, ins höchste Amt des Staates.


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13. August 1925

Niemals mit Verfassungsfeinden!

Joseph Wirth verlässt die Zentrumsfraktion

Aus Protest gegen das Regierungsbündnis, das seine Partei im Januar 1925 mit der DNVP geschlossen hat, kehrt der ehemalige Reichskanzler seiner Fraktion den Rücken.


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1927

28. Januar 1927

Wieder Antisemiten als Minister

Die Neuauflage des 'Bürgerblocks' im Reich

Ein gutes Jahr nach dem Bruch des ersten Regierungs­bündnisses mit der DNVP wird die republik­feindliche Partei erneut in eine Koalition eingebunden.


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1928

20. Mai 1928

Letzte Chance für die Republik?

Die Reichstagswahl vom Frühjahr 1928

28. Juni 1928

Außenpolitik top, Innenpolitik Flop

Die Große Koalition unter Hermann Müller

Das Parteienbündnis, das der SPD-Vorsitzende im Ringen um den Erhalt der Demokratie schmiedet, erweist sich letztlich nicht als tragfähig.


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1929

13. April 1929

„Hauptfeind Sozialdemokratie“

Die Sozialfaschismus-these der KPD

1928/29 erklärt die KPD die SPD zu ihrem Hauptfeind. Ein gemeinsames Handeln im Angesicht der Bedrohung von rechts ist damit nicht mehr möglich.


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27. Oktober 1929

Das 'Ländle' rückt nach rechts

Die letzte freie Landtagswahl in Baden

Die NSDAP zieht in den Badischen Landtag ein und missbraucht das Landesparlament fortan als Propagandabühne.


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1930

27. März 1930

Parlamentarismus in der Sackgasse

Der mutwillige Bruch der Großen Koalition

Das vor allem von Konservativen schon lange herbeigesehnte Ende der Koalition von SPD, Zentrum, DDP und DVP vertieft die Krise der Weimarer Republik.


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2. August 1930

Gegen den Rechtskurs!

Hermann Kantorowicz verlässt die DDP

Die Zusammenarbeit der einstmals so republiktreuen DDP mit einer rassistischen Gruppierung ist ein weiteres Zeichen für die Krise der Republik.


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27. August 1930

Für ein Verbot der NSDAP!

Die Denkschrift der preußischen Regierung

Die Initiative der preußischen Regierung zu einem Verbot aller Nazi-Organisationen wird von der Reichsregierung nicht ernsthaft geprüft, sondern einfach ignoriert.


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14. September 1930

Aufstieg zur Massenpartei

Bei der Reichstagswahl erstarkt die NSDAP massiv

Dank ihrer aggressiven Lügenpropaganda sowie des Versagens der anderen Parteien in der Krise erzielen die Nationalsozialisten einen erdrutschartigen Wahlerfolg.


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16. November 1930

Baden rückt noch mehr nach rechts

Die letzten Kommunalwahlen im Land

Die Nazis ziehen in zahlreiche badische Gemeinde­parlamente ein und setzen dort ihr unheilvolles Zerstörungswerk fort.


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1931

16. Dezember 1931

Letztes Aufgebot der Demokraten

Die Gründung der 'Eisernen Front'

Als Reaktion auf die Gründung der 'Harzburger Front' finden sich Verteidiger der Republik in der 'Eisernen Front' zusammen.


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1932

26. Februar 1932

Ein deutscher 'Führer' wird geboren

Die Einbürgerung des Adolf Hitler

Die braunschweigische Landesregierung verhilft dem NSDAP-Vorsitzenden zur deutschen Staatsbürger­schaft.


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13. März 1932

Ein Antidemokrat als Retter?

Die zweite Reichspräsidentenwahl

27. Mai 1932

Vergiftetes Jubiläum

Der 100. Jahrestag des 'Hambacher Fests'

25. Juni 1932

Für ein Bündnis der Linksparteien!

Der 'Dringende Appell' von Einstein, Kästner & Co.

Vergebens drängt ein Zusammenschluss linker Intellektueller SPD und KPD zu einem strategischen Bündnis bei der anstehenden Reichstagswahl.


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16. Juli 1932

Gemeinsam stark?

Die Demonstration von SAP und KPD in Pforzheim

20. Juli 1932

Das 'Bollwerk' wird geschleift

Der Staatsstreich gegen die preußische Regierung

Der konservative Reichs­kanzler Franz von Papen setzt die SPD-geführte preußische Regierung ab und stellt das Land unter Reichs­aufsicht.


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31. Juli 1932

Ein Erdrutschsieg der NSDAP

Die Reichstagswahl vom Sommer 1932

Mit 37,4 Prozent der Stimmen avanciert die NSDAP zur stärksten Partei im Reich. Die Republik scheint damit endgültig vor dem Aus zu stehen.


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August 1932

Der erste politische Emigrant

Emil Gumbel flüchtet außer Landes

Mit Unterstellungen, Hassparolen und Drohungen wird ein Vorkämpfer für Rechtsstaat und Demokratie von der Heidelberger Universität verjagt.


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November 1932

Kirchenpolitik als Trennungsgrund

Der Bruch der badischen Regierung

Als das Reich schon an der Schwelle zur Diktatur steht, zerfällt das langjährige Bündnis von badischer Zentrumspartei und Landes-SPD.


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6. November 1932

NSDAP wieder im Abschwung?

Die Reichstagswahl vom November 1932

1933

30. Januar 1933

Machtübergabe an den Nazi-'Führer'

Hitler wird zum Reichskanzler ernannt

Weil seine Berater die NSDAP für ihre Zwecke einspannen möchten, ernennt der Reichs­präsident deren Vorsitzenden zum Reichs­kanzler.


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28. Februar 1933

Willkommener Anlass für Terror und Verfolgung

Der Reichstagsbrand und seine Folgen

5. März 1933

Demokraten in der Defensive

Eine Reichstagswahl im Zeichen des Terrors

Nach einem von brutaler Verfolgung der politischen Gegner geprägten Wahlkampf stellen NSDAP und DNVP die Mehrheit im Reichstag.


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11. März 1933

„Ich weiche nur der Gewalt!“

Der badische Staatspräsident wird abgesetzt

Ohne jede rechtliche Grundlage drängen die Nationalsozialisten den Zentrumspolitiker Josef Schmitt aus dem Amt des Regierungschefs.


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17. März 1933

Jagd auf alle badischen Linken

Die 'Nussbaum-Affäre' und ihre Folgen

Ein tragischer Vorfall in Freiburg bietet den Nazis einen vorgeschobenen Grund, um im ganzen Land die Funktionäre der Arbeiter­parteien zu verfolgen.


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23. März 1933

Der Reichstag schafft sich selber ab

Das Ermächtigungsgesetz für die Regierung Hitler

Mit der Bewilligung des 'Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich' entmachtet sich das deutsche Parlament selbst. Nur die Abgeordneten der SPD stimmen dagegen.


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1. April 1933

Erste judenfeindliche Exzesse

Der antisemitische Ladenboykott der Nazis

23. April 1933

Erste Vorhöfe zur Hölle

Die Errichtung der KZs Ankenbuck und Kislau

Schon wenige Wochen nach der NS-'Machtergreifung' werden Nazi-Gegner ohne jegliche Grundlage eingesperrt und misshandelt.


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2. Mai 1933

Von der Belegschaft zur 'Gefolgschaft':

Die Zerschlagung der deutschen Gewerkschaften

16. Mai 1933

Mutige Demokraten im Visier

Eine schändliche 'Schaufahrt' ins KZ

Im Rahmen einer demütigenden Prozedur werden Adam Remmele, Ludwig Marum und fünf weitere Nazi-Gegner aus Karlsruhe nach Kislau verschleppt.


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9. Juni 1933

Ein 'Ländle' schafft sich selber ab

Das Ermächtigungsgesetz in Baden

25. August 1933

„Aus dem Volkskörper ausgemerzt“

Die erste Ausbürgerungsliste erscheint

Im Sommer 1933 entzieht das NS-Regime 33 bekannten Nazi-Gegnern, die ins Exil geflüchtet sind, die deutsche Staatsbürgerschaft.


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12. November 1933

Hinein in die Zustimmungsdiktatur

Die erste Pseudo-Wahl im 'Dritten Reich'

1934

29. März 1934

„Ihr dürft ihn nie vergessen“

Der Mord an Marum und die Folgen

30. Juni 1934

Ultrarechter Brudermord

Die NSDAP erledigt ihren linken Flügel

1935

September 1935

Vereint agieren gegen Hitler

Die Pariser Volksfront-Initiative

15. September 1935

Antisemitismus wird zur Norm

Der Erlass der Nürnberger 'Rassengesetze'

30. November 1935

Mit Farbbeuteln gegen das NS-Regime

Die Attacke auf das Kröber-Denkmal in Durlach

1938

9. November 1938

Auftakt zur großen Menschenjagd

Die Reichspogromnacht und ihre Folgen

In ganz Deutschland zünden die Nazis die Synagogen an. Hunderttausende Menschen werden misshandelt, Dutzende getötet.


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1939

1. September 1939

"Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!"

Die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs

Falsche Behauptungen dienen als Vorwand für den deutschen Angriff auf Polen.


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1940

Januar 1940

„Vernichtung lebensunwerten Lebens“

Der Beginn der 'Euthanasie'-Aktion T4

In der Tötungsanstalt Grafeneck und anderen Einrichtungen beginnt der massenhafte Mord an hilflosen Menschen.


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Juni 1940

Flüchtlinge in der Todesfalle

Die Besetzung Westeuropas

22. Oktober 1940

Der Südwesten "judenfrei"

Die Deportation von über 4.500 Badenern nach Gurs

1941

22. Juni 1941

Auftakt zum Vernichtungskrieg

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion

1942

20. Januar 1942

Planmäßiger Völkermord

Die Berliner Wannseekonferenz

Die NS-Führung beschließt, Millionen von Menschen in Vernichtungs­lagern zu ermorden.


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1943

5. März 1943

Mit Flugblättern gegen das Regime

Die Enttarnung der 'Weißen Rose' in Freiburg

Nachdem die Münchner Mitglieder der 'Weißen Rose' enttarnt worden sind, können die Freiburger Mitstreiter ihre eigenen Spuren verwischen.


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1944

20. Juli 1944

Verschwörung zum Tyrannenmord

Das gescheiterte Attentat auf Hitler

22. August 1944

Blutige Jagd auf Nazi-Gegner

Die Massenverhaftungen der 'Aktion Gitter'

1945

5. Januar 1945

Tragisches Ende eines Aufrechten

Die Verurteilung und Hinrichtung von Julius Leber

28. März 1945

Letzte Opfer des Nazi-Fanatismus

Eine späte Erschießungsaktion in Mannheim

April 1945

Befreiung oder Niederlage?

Das Kriegsende in Baden